Mittelformat, Baby! #2

•Januar 26, 2010 • 6 Kommentare

Hier also erste Ergebnisse mit der Lubitel.

Wienzeile auf Höhe Margaretengürtel

Samstäglicher Flohmarkt am Wiener Naschmarkt

Marion vor der Wienzeile, Höhe Naschmarkt

Ich im Resselpark beim Karlsplatz

Kamera: Lomo Lubitel 2, Modell 1A

Film: Afga Retro Rollei 400S b & w

Komplettes Set auf Flickr.com

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Mittelformat, Baby!

•Januar 22, 2010 • 1 Kommentar

Nun ists wohl passiert: Ich versuch mich in der analogen Mittelformat-Fotografie. Die Entscheidung fiel ziemlich einfach, nachdem einem entsprechende Kameras bei Ebay ja schon fast nachgeworfen werden. Mein Modell wurde mir aus der Ukraine zugeschickt und ich konnte sie heute vom Postamt abholen. Ich hab mich für die populäre LOMO Lubitel 2 entschieden. LOMO steht für Leningradskoye Optiko Mechanichesckoye Obyedinenie und bezeichnet ein fast 100 Jahre altes russisches Unternehmen für optische Geräte.

Lomo Lubitel 2 #1

Am bekanntesten hier sind wohl die typischen Lomo Kompaktkameras, die aktuell wieder einen großen Aufschwung erleben, allerdings wurde die Produktion jener schon 2005 nach China verlegt, was bedeutet, dass bei jenen eigentlich nur mehr der Name LOMO übrig geblieben ist.

Nicht so bei den alten Lubitels, die zwischen 1949 und 1956 (andere Quellen datieren sie ein paar Jahre später) in St. Petersburg hergestellt wurden und sich seit jeher großer Beliebtheit erfreuen. Bei meinem konkreten Modell dürfte es sich um die als erstes hergestellte Ausführung 1A handeln, welche rein für den russischen Markt bestimmt war (darum auch das Logo in kyrillisch).

Nachdem ich heute schon mit einem Afga Retro Rollei 400S S/W Film erste Versuche getätigt habe, werde ich hoffentlich bald auch Ergebnisse und Erfahrungen präsentieren können.

Nähere Infos:

Lubitel 2
Sovietcams
Mein ganzes Lubitel-Set auf Flickr

„Wieso hab ich Licht? Ich will kein Licht!“ – zum gestrigen Soap&Skin Konzert im WUK

•Dezember 10, 2009 • 1 Kommentar

Als ich gestern, viel zu früh für meine Verhältnisse, ins WUK gezogen bin dachte ich zu wissen was mich dort erwartet. Soap&Skin spielte auf und mittlerweile hatte ich doch das Gefühl erahnen zu können wie ein Auftritt jenes jungen Mädels aus dem Süden dieses Landes konzipiert sein muss um als Soap&Skin zu gelten. Berichte von der donnerstäglichen Generalprobe bestätigten mich auch noch in meiner Ahnung und so glaubte ich diesmal nicht überrascht werden zu können. Es kam natürlich anders.

Ich hab Anja Plaschg in der Rolle Soap&Skin mittlerweile 3 mal gesehen und ich beginne immer mehr daran zu zweifeln inwiefern die Rolle noch als solche zu bezeichnen ist oder ob das ganze, so konzeptionell wirkende, Gebilde tatsächlich komplett künstlich erschaffen ist. Hochkomplex ist es in jedem Fall, denn das Werk wächst und entwickelt sich zu etwas heran dessen Größe im Moment noch nicht abschätzbar ist.

Dabei hat alles so begonnen wie ich es mir erwartet habe. Anja kommt auf die Bühne, niemand traut sich zu applaudieren und die Spannung im Saal ist nahezu greifbar, bis zu dem Moment wo wir von der Aufseherin mit einem gehauchten „Danke“ endlich die indirekte Erlaubnis bekommen unserer Spannung akustisch Abhilfe zu verleihen. Hier setzte das ein, was ich mir so nicht erwartet hätte, sie hat das Publikum vollständig im Griff, auch vom Klavier aus, wo sich die ersten beiden Drittel des Konzerts abspielen. Sie gefällt sich in der Rolle als Aufpasserin, sei es denn über ihr Ensemble, über dem Lichttechniker im Saal oder über uns, die wir ja nur, nicht mehr ganz so stille, Beobachter sein dürfen. Sie dirigiert die Musiker, sowie das Publikum bis zu dem Zeitpunkt wo sie im Dunklen Bereich der Bühne verschwindet um nach angebrachtem Jubel für eine kurze a cappella Einlage nochmal den beleuchteten Bereich zu betreten.

Foto: just4ikarus/26768421@N00 // flickr.com. Some rights reserved.

Als das Konzert schließlich nach knapp 60 Minuten zu Ende war wusste ich wieso es bei Spiracle so wichtig war, dass Licht im Saal an und jenes auf der Bühne aus zu machen, denn die Hilfe welche sie in diesem Song so dramatisch einfordert braucht sie nicht mehr, viel eher brauchen wir, die an diesem regnerischen Tag ins WUK gepilgert sind, jene.

One Picture every Day #4

•November 26, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Mein selbstgemachter Gemüse-Krautstrudel mit Joghurtsauce:

One Picture every Day #3

•November 25, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Aufgenommen am alten Jüdischen Friedhof Wien Währing im Rahmen einer Führung der Wiener Grünen.

Warum ich nicht „gendere“

•November 25, 2009 • 1 Kommentar

Wer sich jetzt im ersten Moment fragt was genau ich denn nicht tue muss nicht unbedingt gleich verzweifeln, denn das Word „gendern“ existiert laut Duden nicht. Da hilfts auch nichts, wenn einige Lehrveranstaltungen an der Universität so heißen, das Wort gibt es schlicht und einfach so nicht. Wikipedia weiß es aber natürlich besser und definiert „gendering“ wie folgt:

Gendering (abgeleitet von engl. „Gender“ – [soziales] Geschlecht) bezeichnet eine ursprünglich hauptsächlich von Feminist(inn)en und emanzipatorischen und libertären Strömungen praktizierte Bestrebung, die Gleichstellung der Geschlechter in Sprache und Gesellschaft zu etablieren. Dazu werden beispielsweise Texte „gegendert“, also in einer möglichst geschlechtsneutralen Form verfasst oder aber das Binnen-I (wie zum Beispiel in „StudentInnen“) verwendet.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gendering

Das ist es also, was ich hier manchmal, aber keinesfalls konsequent durchgehend machen will. VieleInnen sind der Auffassung, dass dies im Kampf für eine geglückte Gleichberechtigung eine wichtige und gute Sache ist. Das will ich auch nicht gänzlich ablehnen, aber man muss abwiegen wo die politische Korrektheit beginnt und die Lesefreundlichkeit aufhört und vor allem wo man seinen Lesern genügend soziale Intelligenz zutraut um die völlige Gleichstellung der Frau, auch ohne missachten von Semantik, anzuerkennen. Anders gesagt: Ich seh es vollkommen ein wenn in einem Kinderbuch von z.B. Ärztinnen die Rede sein muss um den miesen traditionellen Rollenbildern die Lebensgrundlage zu entziehen. Was ich nicht einsehe ist, wenn ich als Leser von verschiedenen Blogs, Aufsätzen, Zeitungsartikeln, etc. wie ein ebensolches Kind behandelt werde und zu allem Überfluss auch noch die Lesbarkeit und Ästhetik eines Textes furchtbar darunter leidet.

All-Gender Restroom Sign, Picture by samirluther / Flickr.com.

Damit will ich nicht sagen, dass das Binnen-I in Texten für Erwachsene nie angewendet werden soll, denn man kann immer noch bestimmte Aussagen eines thematisch passenden Textes damit verstärken und es als Stilmittel einsetzen.  Damit kann man dann auch effektiver und sympathischer das oft erwähnte „Denken“ anregen, was mit dem Binnen-I ja so oft erreicht werden will. Der Wunsch nach Gleichberechtigung hat nämlich besseres verdient als liebloses um-sich-schmeißen mit Buchstaben.

One Picture every Day #2

•November 24, 2009 • 3 Kommentare

Mein zweites Picture of the Day ist gleichzeitig mein most-viewed on Flickr:

Der „Modfather“ himself lässt sich 2006 vor dem Konzert im Wiener Gasometer mit uns fotografieren.